Windräder und der Artenschutz

Todesursache: Katzen, Glasscheiben und Insektenmangel

Windkraftanlagen leisten einen Beitrag zur Begrenzung des menschgemachten Klimawandels. Folgen des Klimawandels - auch auf dem Schurwald - sind Extremwetterereignisse wie Dürren und Hitzesommer mit massiver Reduzierung der Artenvielfalt, Insektensterben, Hitzeschäden an Wäldern verbunden mit dem Aussterben heimischen Baumarten und hoher Waldbrandgefahr.
Eine Windkraftanlage darf nur nach gründlicher, immissionsschutzrechtlicher Genehmigung errichtet werden. Dabei wird intensiv geprüft, ob sich am geplanten Standort Brut- oder Nistplätze gefährdeter Arten befinden, was ein klares Ausschlusskriterium wäre.
Durch vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahmen - z. B. bei Windkraftanlagen in Waldgebieten - können für Tiere wie Fledermäuse oder Waldlaubsänger sogar Verbesserungen in ihren Lebensräumen erreicht werden. Werden Waldrefugien mit Feuchtgebieten, Wildblumen und
Sträuchern geschaffen, kann die Biodiversität deutlich verbessert werden.
Vogelschutz:
Die Vogelpopulation hat sich in den letzten 30 Jahren stark reduziert. Insektenfressende Kleinvogelarten (Feldlerchen, Grünfinken etc.) sind dabei mit bis zu 90% weniger Brutpaaren besondere Verlierer. Die Wissenschaft ist sich einig, Hauptursache für den Rückgang sind die
verschlechterten Lebens- und Aufzuchtbedingungen auch durch den drastischen Rückgang der Insektenpopulationen, verursacht durch den Verlust von Brachflächen und blühenden Wiesen sowie durch den Einsatz von Pestiziden insbesondere bei Monokulturen. Windkraftanlagen spielen hierbei nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Durch menschlichen Einfluss sterben in Deutschland jährlich ca. 200 Millionen Wild-Vögel (Stand 2018). Hauptursachen sind Vogelschlag an Glasscheiben, Verkehr und Hauskatzen. AnWindkraftanlagen starben pro Jahr ca. 100.000, also im Mittel 3 bis 4 Vögel pro Anlage. Um auch das zu vermeiden, verfügen moderne Windräder (Goldboden) inzwischen über ein Kamera-basiertes Vogel-Erkennungssystem mit automatischer Schnellabschaltung, ein effektiver Schutz von Großvögeln wie Milan und Bussard. Windparkbetreiber wie die EnBW lassen seit Jahren alle dort gefundenen, toten Vögel veterinärmedizinisch untersuchen. Die allermeisten dieser Vögel starben nachweislich an anderen Todesursachen und wurden offenbar von speziellen „Naturfreunden“ unter den Windrädern abgelegt.
Fledermausschutz:
In den für die Windkraft ertragreichsten Monaten von November bis Ende März halten Fledermäuse Winterschlaf. Danach sind sie nachtaktiv (1 bzw. 3 Stunden vor Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang). Sie fliegen bei Temperaturen ab 10°C, bei geringen Windgeschwindigkeiten (< 6 m/s) und nicht bei starkem oder länger andauerndem Niederschlag. Entsprechend gilt die gesetzlich
vorgeschriebene Fledermausabschaltung im ersten Betriebsjahr. Durch akustische Detektion von Fledermausrufen am Windrad  (Gondelmonitoring mit Ultraschallmikrofonen) wird das tatsächliche Auftreten von Fledermäusen festgestellt und bewertet. Die Abschaltzeiten sind in den Folgejahren so einzustellen und zu kontrollieren, dass pro Windrad jährlich weniger als 2 Fledermäuse ums Leben kommen (gesetzliche Vorgabe).

Fazit: Mit der gültigen Rechtslage und dem heutigen Stand der Technik werden die Belange von
Windenergienutzung und Artenschutz gut in Einklang gebracht.

Verfasser: Dr.-Ing. Peter Röser

Quellen: LUBW, Nabu, fachagentur-windenergie.de, EnBW, KlimaBündnis Weinstadt e.V



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Äcker und Wiesen zwischen den Ortsteilen retten!

 

Die CDU Baltmannsweiler erklärt auf ihrer Homepage das Ziel,beide Ortsteile durch Neubauprojekte und -gebietezusammenwachsen lassen“ zu wollen.

Die betroffenen Flächen - fruchtbare Äcker, die vom Bioland-Betrieb Steinenbacher Hof bewirtschaftet werden, sowie ökologisch wertvolle Streuobstwiesen – liegen im Landschaftsschutzgebiet.

Diese „CDU-Vision“ einer künftigen Gemeindeentwicklung lehnen wir als Grüne ab.

Ein weiteres Bau- oder Gewerbegebiet zwischen den Ortsteilen halten wir weder für nötig noch für genehmigungswürdig. Der Schutz von Landwirtschaft und Natur hat an dieser Stelle eindeutig Vorrang.

Die Zusammengehörigkeit in der Gemeinde wird durch gesellschaftliches Miteinander in zahlreichen Vereinen und Organisationen in beiden Teilorten gefördert. Dabei sind wir auf einem guten Weg und es wurde schon sehr viel erreicht. Ein bauliches Zusammenwachsen der beiden Ortsteile ist dafür nicht erforderlich.

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